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Gebärdensprachdolmetscher

Allgemeine Informationen

Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen haben gem. § 6 Abs. 1 NBGG einen Rechtsanspruch auf den Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern oder anderen Kommunikationshilfen.

Gebärdensprachdolmetscher werden eingesetzt, um die Kommunikation zwischen gehörlosen und hörenden Menschen sicher zu stellen. Sie übersetzen das gesprochene Wort, d.h. Lautsprache wird in Gebärdensprache übersetzt und umgekehrt. Wird Gebärdensprache in Lautsprache übersetzt, wird dieser Vorgang „voicen“ genannt.

Gebärdendolmetscher müssen sich neutral verhalten und ausschließlich die tatsächlich gesprochenen oder gebärdeten Worte und Sätze übersetzen. Sie dürfen keine Inhalte hinzufügen oder weglassen oder ihre eigene Meinung einfließen lassen, darauf müssen sich beide Gesprächspartner (der Hörende und der Gehörlose) verlassen können. Dolmetscher unterliegen der Schweigepflicht.

Anfallende Gebühren für Dolmetschereinsätze für Eltern von Kindern, die in Krippe, Kindergarten, Hort oder Schule gehen und deren gehörlose Eltern dort an Elterngesprächen, Elternsprechtagen, Elternabenden teilnehmen, werden von der Kommune übernommen.

Für die Inanspruchnahme eines Gebärdensprachdolmetschers ist kein Antrag erforderlich; allerdings müssen Eltern den Bedarf über die jeweilige Einrichtung ihres Kindes nachweisen. Um die Kostenübernahme durch die Kommune in Anspruch nehmen zu können, ist die Rechnung mit entsprechenden Nachweisen bei der Gemeinde Wedemark einzureichen.

An wen muss ich mich wenden?

Als Ansprechpartner steht Ihnen das Team Soziales zur Verfügung.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Kosten an.

Rechtsgrundlage

§6 Niedersächsisches Behindertengleichstellungsgesetz (NBGG)

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