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Eheschließung im deutschen Rechtsbereich mit Auslandsbezug

Allgemeine Informationen

Für die Begründung einer Ehe, ist die standesamtliche Trauung im deutschen Rechtsbereich grundsätzlich erforderlich.

Bei der Prüfung der Ehefähigkeit von ausländischen Eheschließenden (Ehefähigkeitszeugnis des Heimatstaates/Antrag auf Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeitszeugnisses) kommt es darauf an, ob sich aus dem jeweiligen Heimatrecht des ausländischen Partners gesetzliche Ehehindernisse ergeben. Durch diese Prüfung soll vermieden werden, dass in Deutschland eine Ehe geschlossen wird, die im Heimatstaat des Eheschließenden unwirksam, aufhebbar, oder ungültig ist.

Die standesamtliche Eheschließung zweier Personen erfolgt durch eine Standesbeamtin oder einen Standesbeamten.

Einzige Ausnahme bildet die Eheschließung zweier Ausländer, vor einer von der Regierung des Heimatstaates ordnungsgemäß ermächtigten Trauungsperson, in der nach dem Recht dieses Staates vorgeschriebenen Form, sofern einer der Verlobten Angehöriger dieses Staates ist.

Verfahrensablauf

Vor der Eheschließung sind die Eheschließenden zu befragen, ob sich seit der Anmeldung der Eheschließung Änderungen in ihren die Ehevoraussetzungen betreffenden tatsächlichen Verhältnissen ergeben haben und ob sie einen Ehenamen bestimmen wollen.

Die Eheschließung soll in einer der Bedeutung der Ehe entsprechenden würdigen Form vorgenommen werden. Trauzeugen sind dabei nach deutschem Recht nicht mehr zwingend vorgeschrieben, können aber nach wie vor beteiligt werden.

Die Trauung erfolgt an einem dafür, durch die zuständige Behörde (Standesamt) gewidmeten (vorgeschrieben) Ort.

Die rechtmäßige Eheschließung setzt die Geschäftsfähigkeit (speziell die natürliche Geschäftsfähigkeit und die Ehegeschäftsfähigkeit) der Eheschließenden voraus, welche durch den Standesbeamten/das Standesamt geprüft wird. Die Erklärungen der Eheschließenden, die Ehe miteinander eingehen zu wollen, sind von der Standesbeamtin/dem Standesbeamten im Anschluss an die Eheschließung in einer Niederschrift zu beurkunden. Die Niederschrift muss alle im Eheregister zu beurkundenden Angaben enthalten. Sie ist von den Ehegatten, den Zeugen und der Standesbeamtin/dem Standesbeamten zu unterschreiben.

Die Ehe wird dadurch geschlossen, dass die Eheschließenden persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit vor der Standesbeamtin/dem Standesbeamten erklären, die Ehe miteinander eingehen zu wollen.

Im Rahmen der Eheschließung haben die Eheschließenden die Möglichkeit das Recht zu wählen nach dem sich ihr zukünftig zu führender Name richtet. Je nach gewähltem deutschen oder ausländischen Recht haben sie die Möglichkeit einen Ehenamen zu bestimmen und ggf. einen Begleitnamen zum Ehenamen zu erklären.

Zuständige Stelle

Zuständig für die Eheschließung ist das Standesamt, welches sich die Eheschließenden ausgesucht haben.

Voraussetzungen
  • Anmeldung der beabsichtigten Eheschließung.
  • Bei fehlenden Sprachkenntnissen ist auf Veranlassung der Eheschließenden eine dolmetschende Person mitzubringen.
  • Die Eheschließenden müssen Ehemündig sein.
  • Die Eheschließenden müssen geschäftsfähig sein.
  • Die Eheschließenden müssen persönlich anwesend sein.
  • Der Ehe darf nach deutschem Recht kein Ehehindernis entgegenstehen.
  • Sind seit der Anmeldung der Eheschließung mehr als sechs Monate vergangen, ohne dass die Ehe geschlossen wurde, so bedarf die Eheschließung erneut der Anmeldung.
Welche Unterlagen werden benötigt?

Es werden Unterlagen benötigt. Auskünfte erteilt das Standesamt.

Welche Gebühren fallen an?

Auskunft erteilt das Standesamt.

Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsdauer kann variieren. Wenden Sie sich bitte an das zuständige Standesamt.

Rechtsgrundlage
Rechtsbehelf

Lehnt das Standesamt die Vornahme Ihrer Eheschließung ab, können Sie beim zuständigen Gericht einen Antrag stellen, das Standesamt anzuweisen, Ihre Eheschließung vorzunehmen.

Anträge / Formulare

Keine

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