Sie sind hier: Service / Was erledige ich wo?

Bauleitplanungen

Allgemeine Informationen

Planungen finden in Deutschland öffentlich statt. Wenn neue Bauleitpläne erstellt werden, können sich die Einwohnerinnen und Einwohner in den Auslegungsverfahren über die Inhalte der Pläne informieren und sich dazu äußern. Die Konsequenzen dieser Äußerungen sind unterschiedlich. In jedem Fall müssen sich die planenden Stellen aber mit diesen Stellungnahmen vor einer abschließenden Entscheidung auseinandersetzen.

 

Flächennutzungsplan (kurz F-Plan)

Im Flächennutzungsplan ist für das gesamte Gebiet der Gemeinde die sich aus der beabsichtigten langfristigen Entwicklung (etwa 10 bis 15 Jahre) ergebende Art der Bodennutzung in den Grundzügen dargestellt. Der Flächennutzungsplan besitzt keine Außenwirkung. Gebunden sind durch ihn nur die Gemeinde selbst und sonstige Planungsträger. Bebauungspläne sind aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln. Ändern sich die gemeindlichen Planungsvorstellungen, so wird der Flächennutzungsplan für Teile des Gemeindegebietes geändert.

Bebauungsplan (kurz: B-Plan)

Der Bebauungsplan ist eine Satzung. Er gilt nur für einen kleinen Teil des Gemeindegebietes, oft für eine zusammenhängende Siedlung oder einen Straßenzug. Im Gegensatz zum Flächennutzungsplan enthält der Bebauungsplan rechtsverbindliche Festsetzungen für die bauliche und sonstige Nutzung eines Grundstücks - er regelt also Was und Wie gebaut werden darf. Er bildet die Grundlage für weitere Maßnahmen des Baurechts wie zum Beispiel die Erschließung der Grundstücke.

Was sollte ich noch wissen?

Örtliche Bauvorschrift / Gestaltungssatzung

Als örtliche Bauvorschriften werden Anforderungen bezeichnet, die Gemeinden in verbindlicher Form an die Gestaltung baulicher Anlagen stellen. Gegenstand der Regelungen können z.B. die Fassadengestaltung, Dachformen- und Farben oder die Gestaltung von Einfriedungen sein. Örtliche Bauvorschriften können als selbstständige Satzung oder als Bestandteil eines Bebauungsplanes erlassen werden.

Planungen Dritter

Nicht nur die Gemeinde Wedemark plant für ihr Gemeindegebiet. Die Wedemark ist eingebunden in ein System von räumlichen Planungen beginnend auf Bundesebene bis hin zur Region Hannover. Daneben gibt es Fachplanungen verschiedenster Träger und Institutionen. Zuletzt bedeutsam waren die Planungen zur sogenannten Y-Trasse der Deutsche Bahn AG von Hannover nach Hamburg bzw. Bremen.

Zu diesen Plänen wird die Gemeinde Wedemark gehört, weil sie in ihre verfassungsrechtlich garantierte Planungshoheit eingreifen.

Zurück