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Vorlage - 076/2021  

Betreff: Beplanung von Flächen in der Gemarkung Meitze für die Nutzung durch Freiflächen-Solaranlagen;
Aufstellungsbeschluss, Beschluss zum Abschluss eines städtebaulichen Vertrages
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:5.2 Team Bauplanung, Bauaufsicht   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planen, Bauen und Umweltschutz Vorberatung
06.07.2021 
30. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umweltschutz zurückgestellt   
14.09.2021 
31. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umweltschutz ungeändert beschlossen     
Verwaltungsausschuss Entscheidung
Ortsrat Wedemark II (Elze, Meitze)
22.07.2021 
16. öffentliche Sitzung des Ortsrates Wedemark II (Elze, Meitze) ungeändert beschlossen   
Anlagen:
1. Übersichten zu den Varianten  
2. Exposé der Antragsteller  

I. Beschlussvorschlag:

 

1. Die Gemeinde Wedemark stellt für die in Anlage 1 gekennzeichneten Flächen einen Vorhaben- und Erschließungsplan gem. § 12 BauGB auf.

Planungsziel ist die Schaffung von Baurechten für die Aufstellung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Der Flächennutzungsplan ist parallel zu ändern.

 

2. Die Begünstigten sollen sämtliche der Gemeinde durch die Planung entstehenden Kosten erstatten. Hierüber ist zuvor ein städtebaulicher Vertrag zu schließen.

 

3. Als Voraussetzung der Planung ist die Möglichkeit der Einspeisung in das Stromnetz unter Beachtung von Repoweringmöglichkeiten und der Ausstattung von Gewerbehallen in Gailhof mit Photovoltaikanlagen nachzuweisen.

 

 


II. Sachverhalt:

Es liegt ein Antrag auf Schaffung von Baurechten für Freiflächen-Photovoltaikanlagen in zwei Bereichen der Gemarkung Meitze vor. Hierzu gibt es zwei Varianten. Die betreffenden Flächen sind aus der Anlage 1 ersichtlich.

Die Teilfläche Nord hat in Variante 1 eine Größe 10,4 ha, in Variante 2 von 8,66 ha.

Die Angaben für die Teilfläche Süd sind: Variante 1 =  9,1 ha, Variante 2 = 5,9 ha.

 

Die Leistung wird für Variante 1 mit insgesamt 26,0 MWp, für Variante 2 mit 19,7 MWp angegeben. (p=Peak) Dies entspricht dem Stromverbrauch von 6.200 bzw. 4.700 Haushalten.

 

Die Betriebszeit soll den Angaben zufolge mind. 40 Jahre betragen,

 

Es ist eine „Doppelnutzung“ der Flächen angestrebt, bei der eine Beweidung bzw. ein Grünfutterschnitt möglich sein sollen. Durch die Aufständerung dürfte die tatsächliche Bodenversiegelung gering sein. Nähere Angaben zum Vorhaben sind Anlage 2 zu entnehmen.

 

Der Antrag wird von der Verwaltung befürwortet. Die Planung hilft, Strom in größerem Maße CO2-neutral zu erzeugen und dient den Klimaschutzzielen. Die beantragten Flächen sind durch die Lage an der Autobahn (> 90.000 Fahrzeuge / Tag) vorbelastet und haben den Angaben nach geringe Bodengüten.

 

Die Region Hannover hat in einer Voreinschätzung die Vereinbarkeit der Nordfläche mit den Belangen der Raumordnung kritisch gesehen, da dort Vorbehaltsgebiete Landwirtschaft betroffen seien. Dies wäre im Verfahren zunächst zu klären (Zielabweichung?). Es ist darauf hinzuweisen, dass sich die Plangebietsabgrenzung im Planverfahren ändern kann.

 

Als Voraussetzung der Planung ist die Möglichkeit der Einspeisung in das Stromnetz unter Beachtung von Repoweringmöglichkeiten und der Ausstattung von Gewerbehallen in Gailhof mit Photovoltaikanlagen (Plangebiet Westlich des Neuen Hessenweg) nachzuweisen.

 

Die Antragsteller sollen - durch städtebaulichen Vertrag abgesichert - die der Gemeinde entstehenden Kosten vollständig erstatten. Vorliegend ist die Aufstellung eines Vorhaben- und Erschließungsplanes (vorhabenbezogener Bebauungsplan) sinnvoll.

 

Zur Beteiligung des Ortsrates: Wegen der grundsätzlichen Fragestellung sollen zunächst Fachausschuss und VA beschließen. Der Ortsrat wird im Planverfahren beteiligt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Anlagen:

1. Übersichten zu beiden Varianten

2. Projektbeschreibung

3. nicht öffentliche Anlagen zu 2.

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 3 1 1. Übersichten zu den Varianten (3523 KB)      
Anlage 1 2 2. Exposé der Antragsteller (452 KB)      

Finanzielle Auswirkungen des Beschlussvorschlages

Im lfd. Haushalt geplante Haushaltsmittel in Höhe von

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bei

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im Teilhaushalt

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keine

im lfd. HH-Jahr

im 1. Folgejahr €

im 2. Folgejahr €

im 3. Folgejahr €

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