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Vorlage - 054/2021  

Betreff: Ortsentwicklung Abbensen; Entscheidung über die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens im Bereich "Auf dem Feuerrohr" / "Dunker Weg"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:5.2 Team Bauplanung, Bauaufsicht   
Beratungsfolge:
Ortsrat Wedemark I (Abbensen, Duden-Rodenbostel, Negenborn) Anhörung
22.07.2021 
13. öffentliche Sitzung des Ortsrates Wedemark I (Abbensen, Duden-Rodenbostel, Negenborn) ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Planen, Bauen und Umweltschutz Vorberatung
14.09.2021 
31. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umweltschutz geändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung
Anlagen:
1. Übersicht Flurstück 47-8  
2. Planungsidee des Eigentümers  
3. Bodengutachten Flurstück 47-8 mit Anlagen  

I. Beschlussvorschlag:

 

1. Für das Flurstück 47/8 der Flur 3 an der Straße „Auf dem Feuerrohr“ in Abbensen wird ein Bebauungsplan aufgestellt. Das Bebauungsplanverfahren ist zweistufig (Vorentwurfs- und Entwurfsbeteiligung) unter Anwendung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung durchzuführen.

 

Planungsziel ist die Ermöglichung des Wohnungsbaus. Die Erschließung ist von der Straße „Auf dem Feuerrohr“ aus vorzunehmen. Der Graben und die Gehölzbereiche im Süden sind ebenso zu sichern wie die Eichen im Norden.

 

2. Mit dem Vorhabenträger ist ein städtebaulicher Vertrag mit folgenden Inhalten abzuschließen:

  • Beauftragung eines geeigneten Büros mit der Planung durch die Gemeinde
  • Erstattung sämtlicher der Gemeinde entstehenden Kosten
  • Regelung zu Erschließungsfragen
  • Schaffung eines Anteils von sozialgeförderten Wohnungen
  • Erhebung des Infrastrukturbeitrages entspr. dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderates (nur für neue / zusätzliche Baurechte)
  • die lt. Gutachten erforderliche Aufschüttung ist vertraglich zu regeln, eine unabhängige Beprobung der aufgebrachten Böden zu vereinbaren

 

 

 


II. Sachverhalt:

Der Eigentümer eines größeren Grundstücks an der Straße Auf dem Feuerrohr hat den Wunsch, eine ihm gehörende Fläche in Abbensen mit Wohngebäuden zu bebauen. Er hat hierzu verschiedene Unterlagen erstellen lassen.

Im Nordteil der Fläche gab es ehemals eine Hofstelle, die allerdings schon Anfang der 1990er Jahre abgebrochen wurde. Ein Bebauungsplanverfahren für die gesamte Fläche war in den 1990er Jahren v.a. wegen Immissionskonflikten mit landwirtschaftlichen Nutzungen im Umfeld eingestellt worden. Der Biotopschutz für die südlichen, im Außenbereich liegenden Grundstücksflächen war von der Region aus nicht bekannten Gründen aufgehoben worden.

r den Nordteil und entlang der „Auf dem Feuerrohr“ wurden inzwischen durch den Bebauungsplan „Auf dem Feuerrohr“ Baurechte gesichert.

 

Die Immissionen aus der Landwirtschaft sind insbes. durch eine Betriebsaufgabe kein Planungshindernis mehr. Die eingereichten Vorschläge des Eigentümers betreffen das gesamte Flurstück 47/8 der Flur 3 von 14.135 m² Größe; planungsrechtlich teilt sich diese wie folgt auf:

  • bestehende Baurechte im Norden (B-Plan)    3.950 m²
  • aktueller Außenbereich    10.185 m²

 

Im Gemeindeteil Abbensen ist in jüngerer Zeit ein Baugebiet auf einer aufgegebenen Hofstelle entstanden, zudem wurde eine Abrundungssatzung beschlossen. Der Gemeindeteil verfügt über eine Kita, Grundschulstandort ist Brelingen. Einkaufsmöglichkeiten werden in Helstorf (zu Neustadt) angeboten. Im Gemeindeentwicklungsplan ist Abbensen kein Schwerpunkt des Wohnungsbaus; die Fläche ist als Bruttobaulandreserve auf S. 135 aufgeführt.

 

Mindestens im Nordteil sollte es wegen der umgebenden Nutzungen (Pferdehaltung, Gaststätte) bei einer Festsetzung als Dorfgebiet bleiben, südliche Teile können als Allgemeines Wohngebiet festgesetzt werden.

Direkt östlich angrenzend gibt es gesetzlich geschützte Biotope, im Süden verläuft ein offenes Gewässer. Der Waldabstand dürfte erfahrungsgemäß zu Diskussionen mit den Waldbehörden führen; das kann im Verfahren geklärt werden. Zum Planverfahren sind unabhängig von der Verfahrensart Vorschläge zu machen, die sich im Beschlussvorschlag wiederfinden.

 

In südlichen Teilen des Flurstückes steht das Grundwasser sehr hoch an, lt. Gutachten Böker (vgl. Anhang 3) bis zum Minimalwert von 0,17 m unter Geländeoberfläche. Der Gutachter empfiehlt eine Aufschüttung von bis zu 1,0 m:

Zur Verbesserung der allgemeinen Standortsituation empfehlen wir eine Aufschüttung in Richtung Süden des Geländes um bis zu 1 m nach Abtrag des Mutterbodens. Über einen Bodenauftrag können zum Einen die Sickereigenschaften des gesamten Geländes zusätzlich verbessert und zum Anderen die sog. Wassereinwirkung auf die geplanten Gebäude reduziert werden, sodass aufwendige Abdichtungsmaßnahmen der Wohnhäuser entfallen können.

 

Diskutiert werden sollten folgende Punkte:

 

  • ggf. Regelung zum Straßenzustand / zur Herstellung des nötigen Abschnitts „Auf dem Feuerrohr“
  • die Anbindung über einen Fußweg zum „Dunklen Weg“
  • zugeschlagen von Randbereiche des Grabens zum Gemeindeflurstück Dunkler Weg“
  • mind. die nördlichen Flächen haben größere Bedeutung für das Ortsbild; eine Mindestvorgabe zur Baugestaltung ist daher zu empfehlen, auch wenn im Umfeld in jüngerer Zeit nicht dorftypisch gestaltete Gebäude errichtet wurden

 


Anlagen:

1. Übersicht mit Luftbild

2. Verschlag des Eigentümers

3. Bodengutachten

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 1. Übersicht Flurstück 47-8 (2470 KB)      
Anlage 3 2 2. Planungsidee des Eigentümers (378 KB)      
Anlage 2 3 3. Bodengutachten Flurstück 47-8 mit Anlagen (1480 KB)      

Finanzielle Auswirkungen des Beschlussvorschlages

Im lfd. Haushalt geplante Haushaltsmittel in Höhe von

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keine

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