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Vorlage - 050/2021  

Betreff: Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED
Anhörung der Ortsräte
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:5 Fachbereich Planen und Bauen   
Beratungsfolge:
Ortsrat Bissendorf-Wietze
19.07.2021 
12. öffentliche Sitzung des Ortsrates Bissendorf-Wietze ungeändert beschlossen   
Ortsrat Brelingen
05.08.2021 
13. öffentliche Sitzung des Ortsrates Brelingen ungeändert beschlossen   
Ortsrat Resse
06.09.2021 
18. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates Resse ungeändert beschlossen   
Ortsrat Wennebostel
26.08.2021 
12. öffentliche Sitzung des Ortsrates Wennebostel geändert beschlossen   
Ortsrat Wedemark I (Abbensen, Duden-Rodenbostel, Negenborn)
Ortsrat Wedemark II (Elze, Meitze)
Ortsrat Wedemark III (Bennemühlen, Berkhof, Oegenbostel)
Ortsrat Wedemark IV (Mellendorf, Gailhof)
Ortsrat Bissendorf
Ortsrat Hellendorf
Ortsrat Scherenbostel
Anlagen:
Ortsteile mit Beleuchtungsklassen  
Präsentation Umrüstung LED Mai 2021  

 

 

 

I. Beschlussvorschlag:

Die Ortsbürgermeisterinnen und  Ortsrgermeister geben auf Grundlage des § 182 (2) Nr. 7 NkomVG zur geplanten Umrüstung der Straßenbeleuchtung folgende Anregungen:
 

………..

 

 


II. Sachverhalt:

Die Straßenbeleuchtung der Gemeinde Wedemark soll in Zukunft klimagerechter, wirtschaftlicher mit verbesserter Beleuchtungsqualität betrieben werden. Auf die Vorlage 007/2021 „Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED“, die am 02.03.2021 im Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt beraten wurde, wird verwiesen.

 

Der Verwaltungsausschuss hat am 20.04.2021 beschlossen, dass die Komplettumrüstung gemäß Variante 2 umgesetzt werden soll. Die Sanierungsvarianten und damit auch die Variante 2 sind in den Anlagen zur Vorlage 007/2021 beschrieben. Für die weitere Umsetzung und Ausgestaltung werden die Ortsräte an der Planung beteiligt.

 

Im Zuge der Sanierung kann durch Einsatz von Leuchten mit gezielten Lichtverteilungen, häufig auch in Verbindung mit Verlängerungen der Masten, die Beleuchtungsqualität deutlich angehoben werden. In vielen Bereichen können bisherige Dunkelzonen vollständig eliminiert werden, in allen übrigen Bereichen werden Dunkelzonen künftig deutlich kleiner ausfallen. Die Beleuchtungsqualität wird dabei definiert über das Beleuchtungsniveau, also die durchschnittliche Helligkeit, und die Gleichmäßigkeit, also die Abwesenheit von zu gering beleuchteten Straßenbereichen.

 

Wesentliche Grundlage der Planung ist die Festlegung des Beleuchtungsniveaus in Beleuchtungsklassen. Diese werden mit der Beleuchtungsstärke Em und der Meinheit Lux (lx) beschrieben. Sämtliche Straßen wurden einer von vier Beleuchtungsklassen zugeordnet. In Klammern sind beispielhaft Straßen benannt, in denen das Niveau bereits heute erreicht ist:

1. Hauptverkehrsstraßen mit künftig Em >= 5,5 lx (Bissendorfer Straße, Mellendorfer Straße, Schwarmstedter Straße)

2. Hauptverkehrsstraßen mit geringerer Bedeutung mit künftig Em >= 4,0 lx (Wasserwerkstraße, Am Langen Felde, Osterbergstraße)

3. Sammelstraßen mit künftig Em >= 2,7 lx (Hirschdamm, Hermann-Löns-Str., Vor den Höfen)

4. Wohnwege, Wohnstraßen mit künftig Em >= 1,8 lx (Dieter-Mysegades-Weg, Im Mekhof, Düsternstraße, alle schon LED)

In der Anlage Präsentation“ befinden sich Fotos, die beispielhaft für das Beleuchtungsniveau der verschiedenen Straßenklassen stehen und damit eine Vorstellung über dasnftige Beleuchtungsniveau geben.

 

In der Anlage Ortsteile mit Beleuchtungsklassen“ befindet sich für jeden Ortsteil eine Karte mit Markierung der Straßen nach Beleuchtungsklassen. Die Ortsräte werden aufgrund ihrer besonderen örtlichen Kenntnisse um Prüfung gebeten, ob diese Zuordnung der Beleuchtungsklassen korrekt ist oder ob Änderungsbedarf besteht.

 

In einigen Bereichen wurden aus gestalterischen Gründen insbesondere in Wohngebieten Kugelleuchten (dekorative Leuchten) in verschiedenen Ausführungen eingesetzt. In diesen Bereichen ist die bestehende Beleuchtung sehr mangelhaft. Mit dekorativen LED-Leuchten lässt sich zwar das Beleuchtungsergebnis verbessern, aber es kann nicht das gewünschte Beleuchtungsniveau erzielt werden, weil die Masten zu kurz und die Abstände zu groß sind. Die aktuelle Planung sieht deshalb vor, dass alle dekorativen Leuchtentypen durch technische Leuchten ersetzt werden. Diese lassen sich gut mit Mastverlängerungen kombinieren, so dass im Ergebnis das gewünschte Beleuchtungsniveau erreicht wird. Weitere Vorteile der technischen Leuchten sind ca. 60% geringere Anschaffungskosten im Vergleich zu dekorativen Leuchten, damit würden auch geringere Anliegerbeiträge entstehen, falls Ausbaubeiträge zu erheben sind. Technische Leuchten haben geringere Ersatzteilkosten und sind robuster gegen Vandalismus, so dass sich damit auch die künftigen Betriebskosten reduzieren lassen. Und technische Leuchten haben eine geringere Anlockwirkung für nachtaktive Insekten und sind damit umweltverträglicher.

Lediglich in Brelingen sind vor der Kirche im aktuellen Planungsstand aus gestalterischen Gründen wieder 2 historische Leuchten vorgesehen.

In der Scherenbosteler Straße in Bissendorf zwischen Hirschdamm und Georg-Reimann-Straße kann die nordseitige Fuß- / Radwegbeleuchtung demontiert werden, da nach der Umrüstung die neuen Leuchten auf der Südseite der Straße eine ausreichende Beleuchtung für den gesamten Straßenquerschnitt sicher stellen.

r die 3 Leuchten der Beleuchtungsanlage Meitzer Busch wird die ersatzlose Demontage vorgeschlagen. Bei Abständen von 200-300 m stellen diese Leuchten keine Straßenbeleuchtung sondern wenn überhaupt nur eine Orientierungslichtquelle dar. Da sie außerdem im Außenbereich in Waldnähe stehen, haben diese Leuchten eine besonders anlockende Wirkung auf nachtaktive Insekten.

 

Trotz der Umrüstung wird es auch künftig Straßen geben, die bei allen Verbesserungen weiterhin ungenügend beleuchtet sein werden. Bei Straßen im Außenbereich und in Splittersiedlungen wird dies seitens der Verwaltung als zumutbarer Zustand eingestuft. Schwerwiegender sind die Bereiche innerhalb der Wohnbebauung oder an verkehrsbedeutsamen Straßen.  Zunächst soll die Umrüstung der Leuchten an den bestehenden Masten durchgeführt und das dann erzielte Beleuchtungsniveau abgewartet werden. In Abhängigkeit von den Leuchten, die die Firmen der Gemeinde für die Umrüstung anbieten werden, ist es durchaus möglich, dass sich die rechnerisch problematischen Beleuchtungssituationen noch reduzieren können. Nach Abschluss der Leuchtenumrüstung soll die Straßenbeleuchtung neu bewertet und geprüft werden, ob ein Anschlussbauprogramm vorgeschlagen werden soll, dass in Abstimmung mit den politischen Gremien priorisiert und dann mittelfristig umgesetzt werden soll.

 

Zur Berücksichtigung bei der weiteren Planung wird um Stellungnahme bis zum 30. Mai 2021 gebeten.

 


Anlagen: Lagepläne mit Beleuchtungsklassen

 sentation Umrüstungskonzept

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Ortsteile mit Beleuchtungsklassen (2157 KB)      
Anlage 2 2 Präsentation Umrüstung LED Mai 2021 (2069 KB)      

Finanzielle Auswirkungen des Beschlussvorschlages

Im lfd. Haushalt geplante Haushaltsmittel in Höhe von

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X keine

im lfd. HH-Jahr

im 1. Folgejahr €

im 2. Folgejahr €

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